Benedict Egner
7fach Urgroßvater
Fakten:
Eltern: Martin Egner 1636 – 1696 und Elisabeth
Beruf: Chirurg
Benedict Egners Leben als Chirurg in Beratzhausen
Berufliches Leben: Als Chirurg war Benedict in einer Zeit tätig, in der die Chirurgie noch stark handwerklich geprägt war. Er führte vermutlich einfache Operationen durch, behandelte Wunden, führte Aderlässe durch und kümmerte sich um Knochenbrüche. In einem Marktort wie Beratzhausen war er wahrscheinlich einer der wenigen medizinischen Versorger für die gesamte Umgebung. Seine Dienste waren besonders an Markttagen gefragt, wenn Handwerker und Bauern aus der Umgebung zusammenkamen.
Familiärer Hintergrund: Benedict stammte aus einer etablierten Handwerkerfamilie – sein verstorbener Vater Martin war sowohl Maurer als auch Bierbrauer gewesen, was auf einen gewissen Wohlstand hindeutet. Das Brauereigeschäft war besonders einträglich, da Bier ein Grundnahrungsmittel war. Seine Mutter Elisabeth lebte noch und hatte wahrscheinlich Einfluss auf die Partnerwahl ihres Sohnes.
Die Eheschließung: Die Heirat mit Anna Barbara Funck im Januar 1708 war eine durchaus standesgemäße Verbindung – beide stammten aus angesehenen Handwerkerfamilien. Die Verlobung im Dezember 1707 und die Hochzeit im Januar zeigen die üblichen winterlichen Heiratstermine, wenn die landwirtschaftlichen Arbeiten ruhten. Die Zeugen – ein Ratsbürger und Bäcker sowie der Schulmeister – unterstreichen Benedicts gesellschaftlichen Stand.
Alltag in Beratzhausen: Benedict lebte in einem lebendigen Marktort an wichtigen Handelsrouten. Sein Tag begann früh, oft mit Hausbesuchen bei Kranken in der Stadt und den umliegenden Dörfern. An Markttagen war seine Praxis besonders gefragt – Unfälle mit Karren und Pferden, Schlägereien oder arbeitsbedingte Verletzungen der Handwerker sorgten für regelmäßige Patienten.
Gesellschaftliche Stellung: Als Chirurg genoss er Respekt, stand aber in der medizinischen Hierarchie unter den studierten Ärzten. Dennoch war er ein wichtiger Mann im Ort – seine Fähigkeiten konnten über Leben und Tod entscheiden. Wahrscheinlich war er Mitglied der örtlichen Zunft und nahm am gesellschaftlichen Leben der Stadt teil.
Das Leben war geprägt von den Jahreszyklen, religiösen Festen und der ständigen Herausforderung, in einer Zeit ohne moderne Medizin Menschen zu heilen – ein respektables, aber auch verantwortungsvolles Leben in einer kleinen, aber bedeutsamen oberpfälzischen Marktgemeinde.
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